Testberichte sind da natürlich immer eine Sache für sich. Nur kein Tester wird einem Objektiv oder Kamera schlechtes bescheinigen wenn es nicht so ist. Die Gefahr der Klage des Herstellers wehre zu groß. Einfach eine Sache besser machen glaube ich auch nicht. Aber da gibt es ja andere Tricks. Da werden neue Objektive die für Vollformatsensor gerechnet sind einfach mit einer zwei Versionen älteren Kamera mit Crop-Faktor getestet. Den hat die Kamera weniger Pixel sieht man die Fehler auch weniger und wenn nicht der gesamte Bildausschnitt benutzt wird wird’s auch besser.

Megapixel Wahn.

Manche sprechen auch vom Pixel Fluch. Was bedeutet dies? Ganz einfach mehr Pixel bedeutet kleinere Pixel. Denn es steht ja nur ein bestimmter Raum zur Verfügung. Egal ob es das APS C mit Faktor zum Kleinbild 1,6 (DX bei Nikon Faktor1,5) oder das Kleinbildformat, um bei DSLR Kamera zu bleiben. Kleinere Pixel haben eine Menge Nachteile und keinen einzigen Vorteil. So ist die Lichtempfindlichkeit niedriger so auch die Dynamik. Das Rauschen nimmt zu. Man könnte sagen, dass aber die Aktuellen Kameras damit ganz gut zurechtkommen. Was mich auch erstaunt. Da arbeitet die Elektronik und wie der Prozessor das alles kompensiert wiesen nur die Techniker. Aber es bleibt nur irgendwie weg gerechnet. Nur da ist auch noch die Blendenunschärfe die mit den Kleinen Pixeln zunimmt. Diese kann kein Prozessor weg rechnen. So ist die Förderliche Blende (http://www.digitalkamera.de/Fototipp/Foerderliche_Blende__was_ist_das_/5397.aspx) bei der Aktuellen Nikon D800 gerade mal 8 und bei der Canon D5 Mark III immer noch etwas über 10. Ein höheres Abblenden ist hier nicht empfohlen. Aber noch was die hohe Pixeldichte, dies sah man schon an der Canon D7 mit Ihren 18MP, verlangt nach sehr guten Objektiven. Mehr Auflösung umso mehr sieht man ein schlechtes Glas. Aber auch dem Fotografen Fordert es mehr was die Scharfzeichnung betrifft. Und für gute Bilder benötigt man den auch mehr Licht. Mansche stört auch die Größe der Dateien, was ich persönlich nicht so schlimm sehe. Aber natürlich geht das auf die Speicherkarte und muss berücksichtigt werden. Pixel ist halt nicht alles. Leider machen Viele die Bildqualität an den Pixel fest. So können aber Kameras mit gleicher Pixel Menge unterschiedliche Auflösung haben. Was man dann nur im Labor feststellen kann. Ein Beispiel ist die Canon 7D und 600D. Beide Kameras haben 18MP nur die 600D, die nach der 7D auf dem Markt kam, hat eine höhere Auflösung. Die 7D ist ja schon ein Pixel Monster, hochgerechnet aufs Kleinbild Format hat die 7D eine Pixeldichte von 45MP. Die 7D halte ich für sehr Grenzwertig, ich habe sie. Als dann die Sony mit gleich großem Chip und 21PM kam dachte ich Wahnsinn. Und was anderes ist das auch nicht. Ich kenne die Förderliche Blende der Sony A77 nicht aber sie sollte da so bei 5,6 liegen oder so. Oder sogar noch kleiner oder größer wie immer man das sehen will. 15MP beim APS C Format ist so etwas mehr als Blende 8. Da macht das alles schon keinen Spaß mehr. Canon ist bei seinen Aktuellen Modellen (650D) bei den 18MP geblieben, was vernünftig erscheint. Nur wie sieht der Potenzielle Käufer dies? Wo es doch von Sony und Nikon 21MP Kameras zu kaufen gibt. Canon hat der 5D Mark III nur ein MP mehr spendiert und der neuen 1D-X sogar weniger, was aber eher an der zu erreichenden Geschwindigkeit liegt. Würde Canon in der Lage sein 12-14 Bilder von 21MP in der Sekunde zu verarbeiten, so hätte die 1D-X 21 MP. Auf die Tatsächliche Auflösung der Canon EOS 1D x sind wir alle mal gespannt.

 

DH-Juni-2012